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Die Gemeinden handeln!



Projektphasen von Grabs, SG

Projektstart: Donnerstag, 01. März 2001

Wann wurde die Vereinbarung unterzeichnet?

Samstag, 01. September 2001

Wann und wie wurde die Situationsanalyse vorgenommen?

Fragebogen, Interviews, Hearings, in der Region

Wann und wie wurde die lokale Alkoholpolitik im Gemeindealltag verankert?

September 2001-Dezember 03 Phase I

Januar 04 – Dezember 05 Phase II

In der 1. Phase sind folgende Aktivitäten umgesetzt worden:
- Plakataktion in allen Gemeinden
- Aerzteweiterbildung
- Wettbewerb Goldzapfen
- Testkäufe zur Überprüfung der Jugendschutzbestimmungen.

2. Phase: Der Schwerpunkt der Phase II liegt in drei Bereichen:
-Gemeinden (Kodex für gemeindeeigene Anlässe ausarbeiten und umsetzen, Bedürfnisse der Gemeindeverwaltungen vor Ort klären und Angebote umsetzen, Vereine motivieren und unterstützen, das Risikotrinken einzudämmen
-Gesetz (Einhaltung und Sanktionierung beim Verstoss der Jugendschutzbestimmungen, Koordination mit den Gemeinderatsschreibern – Festanlässe, Kontrolle, Patenterteilung)
-Gastronomie (Projektlancierung – „ein Werdenberger Gastbetrieb mit Engagement“ – trotz grossem Aufwand an Motivationsarbeit und Imagepflege, konnten nur 5 Betriebe gewonnen werden. Wir entschieden, dieses Teil-Projekt erst ab einer Beteiligung von 10 Betrieben zu starten.

Juli 05 – Dezember 06
- Gemeinden: es erfolgten 8 halbtägige Schulen in den verschiedenen Gemeindeverwaltungen der Region Werdenberg zum Thema „Früherkennung von Alkohol- und anderen Suchtproblemen“ am Arbeitsplatz.
- Testkäufe: Zum standardisierten Vorgehen bei Testkäufen zur Einfhaltung der Jugendschutzbestimmungen erarbeiteten wir in Zusammenarbeit mit Untersuchungsrichteramt, Regionaler Polizei, Kompetenzzentrum Jugend einen praktischen Leitfaden, welcher interessierten Gemeinden zur Verfügung gestellt werden kann.

Welche Auswirkungen hat das Projekt in der Gemeinde?

In den Gemeinden der Regionalplanung Werdenberg ist im Bereich Gemeindeverwaltung eine Haltungs- und Verhaltensveränderung zur Alkoholthematik festzustellen. So werden z.B. bei öffentlichen Anlässen (Bürgerversammlung, Jungbürgerfeiern, Einweihung von öffentlichen Gebäuden etc.) ganz klar auf Genusskonsum hingewiesen und auch umgesetzt. Die Gemeindepräsidenten haben „Die Gemeinden handeln“ verankert, d.h. sie stehen hin und leben dies vor. Es wird an den erwähnten Anlässen keine Spirituosen mehr ausgeschänkt, die alkoholischen Getränke sind limitiert und es werden gute alkoholfreie Getränke von einheimischen Bäuerinnen in der Regel zur Verfügung gestellt. Dank der guten Zus’arbeit mit der Beratung konnten die Gemeindeverwaltungen als Arbeitgeber sensibilisiert werden und Alkoholprobleme frühzeitig erkennt und auch in die Beratung überwiesen werden.
Im Bereich der Festanlässe bewährt sich das Präventionskonzept bei Anlässen über 1000 BesucherInnen. D.h. die Organisatoren müssen vorgängig ein Konzept einreichen, welches von der Behörde bewilligt werden muss. Dies führte offensichtlich bei einigen, bisher als „Sauffester“ bekannte Anlässe zu einer spürbar verbesserten Ambiance.

 
 

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